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Unterwegs im Land des Feuers - pure Lebensfreude an den Maaren

Einst tobten hier die Elemente, Erde, Feuer, Wasser und Luft bekämpften sich, gewaltige Eruptionen erschütterten die Vulkaneifel, tiefe Trichter wurden in die Erde gerissen. Im Laufe der Zeit füllten sich diese mit Wasser – die Maare waren entstanden. Man gab ihnen auch den Namen  „Augen der Eifel“ und sie stehen für eine Zeit, in der es in dieser Region gewaltig brodelte. Kaum zu glauben, oder? Nimm Dir Zeit, sei ein Teil von der Natur, öffne Deine Sinne. Keine Anzeichen mehr von Vulkanausbrüchen und glühend heißen Magmaströmen. Stattdessen Raum für glasklare Seen, und Naturlandschaften, in denen sich seltene Tier- und Pflanzenarten wohl fühlen. 

Das Schalkenmehrener Maar ist eines dieser Augen und lässt sich bequem auf einem kleinen Rundweg entdecken. Verfolge die Vögel, wenn sie über das Wasser fliegen, spüre den Wind, der sanft das Schilf am Ufer zum Rauschen bringt. Gut zu umrunden ist auch der Jungferweiher in Ulmen. Er ist ebenfalls ein Maar, das allerdings im Laufe der Zeit verlandete. Doch dann war die Zeit reif und der Bereich wurde wieder geflutet – Ein Glücksfall nicht nur für uns Menschen sondern auch für die Fauna und Flora. Kein Wunder, dass sich hier zahlreiche Zugvögel tummeln. Regelmäßig im Frühjahr und Herbst bieten Kraniche, Krickente und Raubwürger ein spektakuläres Szenario, wenn sie am Weiher rasten oder auf ihrem weiteren Weg in ihre Sommer- oder Winterquartiere ihre grandiosen Formationen bilden. Lass Dich einfach treiben und beobachte das Schauspiel. Mit etwas Glück siehst Du sogar einen Fischadler bei der Jagd.  

Service-Informationen

Die Zertifizierung nach der bundesweit einheitlichen Kennzeichnung im Bereich Barrierefreiheit "Reisen für Alle" wird angestrebt.

Hier einige Hinweise zu den beiden Rundwegen:

Schalkenmehrener Maar

Der rund 2,8 km lange Rundweg startet am Maarbad, Pitt-Kreuzberg-Weg, 54552 Schalkenmehren. Da der überwiegende Teil des Weges bis zu 6% Neigung hat, ist es ratsam, mit einer Begleitperson oder motorisierten Hilfsmitteln unterwegs zu sein.

Weitere Informationen findest Du hier:

Jungferweiher in Ulmen:

Am Jungferweiher finden wir optimale Bedingungen für die Anlegung eines barrierefreien Rundweges. Ein barrierefreier Parkplatz und Zugang zum Weg befindet sich am Campingplatz Ulmen, Am Jungferweiher 4, 56766 Ulmen. 

An der Sitzgruppe befindet sich Informationstafeln des Geoparks zur Flora und Fauna dieses Naturschutzgebietes. Mit einer Weglänge von ca. 3 km und keinen nennenswerten Steigungen bietet er optimale Voraussetzung auch für Menschen mit Handicap.

Am südlichsten Punkt des Rundweges befindet sich der steilste Wegabschnitt dieser Strecke (circa 25 Meter lang). Gegebenenfalls muss ein Rücktritt angetreten werden oder man lässt sich von einer Begleitperson helfen. Die vorhandene Brücke ist für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geeignet.

Weitere Informationen findest Du hier: 


Das Gefühl von Geborgenheit - Der Monschauer Heckenweg

Vorbei an Meter hohen, dicht bewachsenen Hecken führt Dich Dein Weg durch das Monschauer Heckenland. Die hier historisch gewachsene Kulturlandschaft ist eine Besonderheit der Eifel, wie Du sie anderswo in Europa nicht findest. Hinter den Hecken, die sich durch den gesamten Ort Höfen ziehen, entdeckst Du viele gut erhaltene, restaurierte Fachwerkhäuser, von denen noch heute einige mit Stroh oder Reet gedeckt sind. Die baumhohen, aus 300 Jahre alten Rotbuchen gewachsenen Hecken boten den Menschen einst Schutz vor den kalten Westwinden und kräftigen Regenfällen. Sie gaben ihnen ein Gefühl der Geborgenheit.

Auch Du wirst beim Spaziergang über den „Höfener Heckenweg“ von der ungewöhnlichen Ruhe hier überrascht sein. Lediglich hier und da wirst Du es im Laub oder im Unterholz rascheln hören. Denn die Haushecken ebenso wie die Flurhecken, die auf den Feldern einst die Grenze zwischen den Parzellen markierten, bieten zahlreichen Tieren einen lebenswichtigen Rückzugsraum. Sie nisten und überwintern in dem dicht gewachsenen Gebüsch und tragen so zum Erhalt der ökologischen Vielfalt und dieser besonderen Kulturlandschaft bei.

Wie sich die Haus- und Flurhecken durch den Ort und weiter über die Felder und Wiesen ziehen, siehst Du am besten von oben. Vom Aussichtspunkt Eifel-Blick „Heckenland“, an dem der 5 Kilometer lange Rundweg vorbeiführt, bekommst Du einen guten Eindruck von dem ungewöhnlichen Landschaftsbild inmitten des Deutsch-Belgischen Naturparks Hohes Venn. Am Nationalpark-Tor Höfen, das über „Waldwandel“ und „Talwiesen“ informiert, startet auch eine kürzere Tour (3 Kilometer). Sie führt auf asphaltierten Wegen und mit nur geringen Steigungen zwischen den Hecken hindurch durch den Ortskern. 

 

Service-Informationen

Die Zertifizierung nach der bundesweit einheitlichen Zertifizierung im Bereich Barrierefreiheit "Reisen für Alle" wird angestrebt.

Weitere Informationen findest Du hier: