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Führung in Gebärdensprache im Nationalpark Eifel

Duftmarken im Nationalpark Eifel

Der Blick geht nach oben. Bis zu 100 Meter hoch wachsen die Douglasien in den Himmel über dem Nationalpark Eifel. Denn ursprünglich aus Amerika stammend, hat sich der Baum mittlerweile auch in unseren Wäldern breit gemacht, erklärt der Ranger und fordert seine Mit-Wanderer auf, mal an dem Gehölz zu riechen. Mach das. Schließlich kennt der Mann mit dem markanten Mounty-Hut die vielen kleinen und großen Besonderheiten in dem riesigen Naturschutzgebiet wie kaum ein anderer. Und Du kannst ihm vertrauen.

Tatsächlich duften die Nadeln der Douglasie ein bisschen wie Weihnachten. Und der Ranger überrascht mit noch mehr Informationen über die wilden Kräuter, die am Wegesrand wachsen. Er kennt Pflanzen, deren Namen Du noch nie gehört hast. Und er macht Dich auf Spuren wild lebender Tiere aufmerksam, die im Nationalpark wieder heimisch geworden sind. Das kann der Bau eines Bibers sein oder der Abdruck einer Wildkatze im Schnee. Oder auch nur die „Duftmarke“ eines Wildschweins. Bei der geführten, drei- bis vierstündigen Wanderung durch den Nationalpark entdeckst Du gemeinsam mit anderen Menschen (mit und ohne Beeinträchtigung) die Natur mit allen Sinnen.

Erkennen kannst Du den Ranger, wie gesagt, gut an dem markanten Hut. Er wartet auf Dich an einem der Nationalpark-Tore, von wo aus ihr gemeinsam zur Tour durch den Wilden Kermeter, rund um das Kraftwerk Heimbach, zu den Wiesen im Norden oder zur Schatzsuche (Geocaching) aufbrecht. Bei jährlich sieben Touren – einer anspruchsvollen sowie sechs leichten und mittelschweren Touren – sind Dolmetscher des Gehörlosenheims Euskirchen dabei und übersetzen alles, was der Ranger über Tiere, Pflanzen und Menschen im Wald zu berichten weiß, in deutsche Gebärdensprache. So entgeht Dir auch in der Wildnis nichts. 


Service-Informationen

Du interessiert Dich für die Führungen mit Gebärdensprache. Die aktuellen Termine in 2019 findest Du hier: